SLA-Druck

Der SLA-3D-Druck (Stereolithografie) ist ein additives Fertigungsverfahren, bei dem Objekte aus flüssigem Kunstharz (Resin) mit UV-Licht Schicht für Schicht ausgehärtet werden.
Dieses Verfahren ist bekannt für extrem hohe Detailgenauigkeit und sehr glatte Oberflächen.

👉 SLA ist die erste Wahl, wenn es auf feine Strukturen, kleine Details und hochwertige Optik ankommt.


Grundprinzip des SLA-Verfahrens

Im Gegensatz zum FDM-Druck wird hier kein Kunststoffdraht geschmolzen, sondern flüssiges Harz gezielt mit Licht gehärtet.
Das Objekt entsteht, indem jede einzelne Schicht durch UV-Licht präzise ausgehärtet wird.

👉 Ergebnis: sehr feine, glatte und detailreiche Bauteile.


Technischer Ablauf – Schritt für Schritt

1. Harzbehälter (Resin-Tank)

Der Drucker besitzt einen Tank mit flüssigem Kunstharz.
Dieses Harz reagiert auf UV-Licht und härtet innerhalb von Sekunden aus.

Technisch wichtig:
Das Harz bleibt flüssig, bis es gezielt belichtet wird → maximale Kontrolle.


2. Belichtung mit UV-Licht

Ein UV-Laser oder UV-Display belichtet exakt die Bereiche, die zur aktuellen Schicht gehören.
Nur diese Stellen härten aus, der Rest bleibt flüssig.

👉 Dadurch entstehen sehr scharfe Kanten und feine Details.

 

 


3. Schichtweiser Aufbau

Nach jeder ausgehärteten Schicht:

  • fährt die Bauplattform minimal nach oben

  • frisches Harz fließt nach

  • die nächste Schicht wird belichtet

Dieser Vorgang wiederholt sich, bis das Objekt vollständig aufgebaut ist.

👉 Schichthöhen oft nur 0,025 – 0,05 mm → extrem fein

 


4. Entnahme & Reinigung

Nach dem Druck wird das Bauteil:

  • aus dem Harzbad entnommen

  • in Isopropanol gereinigt

  • anschließend nachgehärtet (UV-Nachbelichtung)

👉 Erst danach ist das Teil vollständig stabil und einsatzbereit.

 

 


Materialien im SLA-Druck (Resin)

Je nach Anwendung gibt es unterschiedliche Harze:

  • Standard Resin – für Modelle & Figuren

  • Tough Resin – schlagfester, robuster

  • Flexible Resin – leicht biegsam

  • Dental / Engineering Resin – für spezielle Anwendungen

👉 So kann das Material gezielt an den Einsatzzweck angepasst werden.

 


Vorteile des SLA-3D-Drucks

  • Extrem hohe Detailgenauigkeit

  • Sehr glatte Oberflächen

  • Feinste Strukturen möglich

  • Perfekt für kleine & filigrane Teile

  • Hochwertige Optik ohne sichtbare Schichten


Typische Einsatzbereiche

SLA eignet sich besonders für:

  • Figuren & Miniaturen

  • Modellbau

  • Schmuckteile

  • feine Dekorationen

  • Prototypen mit vielen Details

  • Logos & Schriftzüge


Grenzen des SLA-Verfahrens

  • Bauteile sind spröder als FDM

  • weniger geeignet für große, stark belastete Teile

  • mehr Nacharbeit (Waschen & Härten) nötig